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Im ersten Quartal gab es 8,679 registrierte Chip-Unternehmen, ein Anstieg von 302 % im Vergleich zum Vorjahr. Kann jetzt jeder Chips herstellen?
2022-03-17 213


Wie erfolgreich war Chinas Chipindustrie in den letzten zwei Jahren? Das lässt sich wohl anhand der Daten leicht erkennen. Die untenstehende Abbildung zeigt Unternehmensdaten, die über Qichacha mit Suchbegriffen wie Chips, Mikroschaltungen und Mikroelektronik abgerufen werden können.

Es ist offensichtlich, dass das Wachstum zwischen 2011 und 2019 relativ ausgeglichen war. Im Jahr 2011 wurden insgesamt 1,272 Unternehmen registriert, im Jahr 2019 waren es 7,715. Die Zahl der Registrierungen explodierte im Jahr 2020 mit insgesamt 22,800 Neuregistrierungen innerhalb eines Jahres, was einem Anstieg von 195 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Im ersten Quartal dieses Jahres stellten wir mit derselben Suchanfrage fest, dass in meinem Land 8,679 Unternehmen aus dem Chipsektor neu registriert wurden – ein Anstieg von 302 % im Vergleich zum Vorjahr. Allein im März wurden 4,047 Unternehmen neu registriert, ein Plus von 226 % gegenüber dem Vorjahr. Der Beginn des Jahres 2021 verspricht also noch beunruhigender zu werden als der von 2020.

Die Frage ist also: Warum können Unternehmen jeder Größe heute Kerne herstellen? Ist die Schwelle für Chips zu niedrig? Man muss wissen, dass sich Unternehmen wie Lenovo früher nicht getraut haben, Kerne zu bauen.

Tatsächlich ist die Einstiegshürde für die Kernfertigung heutzutage sehr niedrig. Früher basierten Chiphersteller auf dem IDM-Modell, was bedeutete, dass sie ihre eigenen Chips entwickeln, herstellen und verkaufen mussten, ähnlich wie Intel heute.

Für ein Chipunternehmen dieser Größenordnung beläuft sich das Startkapital von der Entwicklung bis zum Aufbau auch nur einer Produktionslinie auf mehrere zehn Milliarden Yuan. Normale Unternehmen können sich solche Kosten schlichtweg nicht leisten, weshalb Lenovo zunächst erklärte, keine Chipkerne selbst herzustellen.

Später wurde die Arbeitsteilung in der Chipindustrie jedoch immer detaillierter. Zunächst entstanden Unternehmen wie TSMC, die Design und Fertigung trennten. Sie lagerten den kostenintensivsten Teil aus, den Unternehmen nicht selbst herstellen konnten, und übergaben ihn einfach an TSMC.

Dann kam der Aufstieg von Unternehmen wie ARM, die Befehlssätze und IP-Kerne an externe Parteien lizenzierten. Chiphersteller konnten diese direkt nutzen, ohne viel Entwicklungsarbeit leisten zu müssen, und es war nur geringfügig schwieriger als Assemblerprogrammierung.

Für viele Chiphersteller reicht es daher aus, eine EDA-Software zu kaufen, die Autorisierung für den Befehlssatz und den IP-Core von ARM zu erhalten, diese dann in ihre eigene Chip-Designzeichnung umzuwandeln und sie TSMC zur Schaltungsfertigung, Verifizierung und Reproduktion zu übergeben.

Startkapital, das früher zig Milliarden betrug, kann heute mit nur Hunderttausenden oder Millionen Yuan aufgebracht werden, die Einstiegshürde ist also deutlich gesunken. Daher strömen immer mehr Unternehmen in die Chipindustrie.

Mit einer Architektur wie ARM und einem passenden Ökosystem wie Android muss man sich kaum noch Gedanken um das Ökosystem machen. Viele Probleme, die einst heimische Chiphersteller plagten, konnten so gelöst werden. Daher haben wir in den letzten zwei Jahren beobachtet, dass immer mehr Unternehmen mit der Kernfertigung begonnen haben – und genau das ist der Grund.

Der Nachteil dieses Modells besteht jedoch darin, dass es einerseits auf TSMC, andererseits auf ARM und das Android-Ökosystem angewiesen ist, was fast einer Montagearbeit gleichkommt.

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